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1. Mai-Krawallos, Diese Wasserwerfer werden sie umhauen! Berliner Kurier, 18.04.2012

Berlin (dpa/bb) – Bei den am 1. Mai erwarteten Ausschreitungen könnte es für Gewalttäter ungemütlich werden: Erstmals könnte der modernste Wasserwerfer der Berliner Polizei zum Einsatz kommen. Der ehrfurchteinflößende „WaWe 10“ ist seit Oktober 2011 im Besitz der Hauptstadtpolizei.

Das Hightech-Fahrzeug kostet rund eine Million Euro. Randalierer dürften es mit dem zehn Meter langen und fast vier Meter hohen Ungetüm schwer haben. Berlins amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers hofft allerdings, dass der Wasserwerfer erst gar nicht zum Einsatz komme. Drei Hochdruckdüsen an Front und Heck spritzen bis zu 60 Meter weit. Wer von dem mit einem Lenkknüppel gesteuerten Strahl erwischt wird, kann blaue Flecken und gar Rippenbrüche davontragen. Zuletzt hatte ein Wasserwerfer vom alten Typ in Stuttgart bei einer Demonstration gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 einen Mann schwer am Auge verletzt. Die Düsen dieses Wasserwerfers können verschiedene „Formen“ werfen. Die für den Nahbereich gedachte „Wasserwand“ soll Protestler nur nass machen und zum Gehen bewegen, ohne zu verletzen. Der Tank fasst 10.000 Liter - daher „WaWe 10“. Die Befüllung dauert bis zu zehn Minuten. Wird aus allen Rohren gespritzt, ist der Tank nach etwa drei Minuten leer.

Etliche Videokameras garantieren der normalerweise fünfköpfigen Besatzung des blauen Giganten auch bei Angriffen von mehreren Seiten einen Rundumblick. Die Aufnahmen dienen zudem der Beweissicherung. Faserverstärkte Fenster schützen gegen Steinwürfe. Kantenlose Wände verhindern, dass Angreifer hochklettern können. Selbst Brandsätze können dem Wagen nichts anhaben: Per Knopfdruck löschen Düsen an allen Seiten und unter dem Wagen jedes Feuer.

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